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Geht ohne Schal und Mütze

Lauftraining im Winter

Wenn es ganz dick - also richtig kalt - kommt, kann das Laufband eine überaus sinnvolle Alternative darstellen. Der Nutzen dieser Geräte erschöpft sich nicht allein als Dunkelheits- und Schlechtwetteralternative.

Sie ermöglichen mit ihren programmierbaren Trainingsprogrammen und einstellbaren Steigungen über das Trainingsjahr hinweg immer neue Trainingsreize (Tempotraining, Hügeltraining und Fahrtspiel), Trainingsmittel, die notwendig sind, um Leistungsfortschritte zu erzielen. Wer auf dem Laufband läuft, trainiert in guter Gesellschaft: Viele Weltklasseläufer nutzen Laufbänder ganzjährig, aber besonders im Winter. Schließlich kann man die gewohnten Trainingspläne 1:1 übertragen und sein Trainingsprogramm auch bei schlechtem Wetter aufrechterhalten.
Das gesamte Spektrum der Lauftrainingsformen steht auf rund zwei Quadratmetern Laufband zur Verfügung: ob Dauerlauf, Tempoläufe, Intervalle oder Hügelläufe, alles kann auf dem Laufband simuliert werden. Tempo, Steigung und Dauer der einzelnen Abschnitte sind exakt einzustellen. Inzwischen sind die ganz ausgeklügelten Programme nicht nur auf den Profigeräten in den Fitnessstudios installiert, sondern auch auf den besseren Heimgeräten.
Das Laufen auf den Laufbändern ist komfortabel: Die meisten Laufbänder sind erstaunlich elastisch, die Elastizität bleibt immer gleichmäßig, ganz im Gegensatz zum Lauf auf halbgefrorenen Parkwegen und auf jedem Untergrund in der Natur. So werden die Gelenke geschont. Gerade in der Regeneration nach Verletzungen kann das Laufband der Laufuntergrund der Wahl sein. Einziger wirklicher Unterschied zum Lauf draußen: Der Luftwiderstand entfällt, da man auf der Stelle läuft.
Man kann durch die konstante Geschwindigkeit, Untergrund und Steigung auf dem Laufband sogar gezielt seine Lauftechnik verbessern. Hilfreich ist dafür ein Spiegel, mit dem man sich ständig beobachten kann. Um aufrecht zu bleiben und nicht einzuknicken fixiert man einen Punkt in Schulterhöhe vor sich (eine Markierung am Spiegel hilft).
Für alle Ausdauertrainierer in warmen trockenen Räumen ist das Trinken besonders wichtig.

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Hubert Fehr
Foto: LZ/Weising
LAUFZEIT 1/2009