Training
Alternative Laufbandtraining
Laufbandtraining ist gerade an den kurzen, dunklen Tagen die Trainingsalternative: Dunkelheit macht selbst Parkwege zu Stolperfallen. Stirnlampen sind bei Läufern in unseren Breiten weiterhin eher ungebräuchlich.
Frauen, die ohne Mitläufer oder Laufgruppe laufen, fühlen sich in der Dunkelheit oft sehr unbehaglich. Ihnen bietet das Laufbandtraining Sicherheit. Nicht nur bei schlechtem Winterwetter sind Laufbänder ein Vorteil, auch bei drückender Hitze und Ozon-Warnung ist ein Laufbandtraining nicht nur Hitzeempfindlichen zu empfehlen. Bei Schneematsch oder wenn gar Eis die Wege überziehen, wird man selbst als passionierter Läufer zur Schonung seiner Gesundheit mal auf Freilufttraining verzichten. Eine überaus sinnvolle Alternative ist dann das Laufband. Entweder nutzt man für diese Ausnahmezeit die Laufbänder zusammen mit den vielfältigen weiteren Ausdauermaschinen wie den Elypsentrainern, Rudermaschinen und Fahrradergometern im Fitness-Studio. Oder man schafft sich eventuell selbst eine solche Maschine an. Inzwischen sind die Laufbandangebote für den Hausgebrauch so robust geworden und haben einen solch hohen technischen und Ausstattungs-Standard erreicht, dass sie durchaus eine Alternative zu den professionellen und wesentlich teureren Maschinen in den Studios darstellen.Immer neue Trainingsreize
Der Nutzen dieser Geräte erschöpft sich aber nicht nur als Dunkelheits- und Schlechtwetteralternative. Sie ermöglichen mit ihren programmierbaren Trainingsprogrammen und einstellbaren Steigungen über das Trainingsjahr hinweg immer neue Trainingsreize (Tempotraining, Hügeltraining und Fahrtspiel), Trainingsmittel, die notwendig sind, um Leistungsfortschritte zu erzielen. Wer auf dem Laufband läuft, trainiert in guter Gesellschaft: Viele Weltklasseläufer nutzen Laufbänder ganzjährig, aber besonders im Winter ...
Allerdings klagen die meisten Läuferinnen und Läufer schon nach kurzer Zeit über die Öde des Laufbandtrainings. Hier wünscht man sich ein Fernsehprogramm ... Läufer, die die Monotonie bewusst nutzen wollen, um sich mentale Ausdauer und Härte anzutrainieren, rennen ohne Zerstreuungsprogramm. Wer einige Male lange Läufe (um 90 min) auf dem Band absolviert hat, den schrecken auch die psychischen Anforderungen im letzten Marathondrittel nicht mehr.
Ohne Wind auf zwei Quadratmetern
Das gesamte Spektrum der Lauftrainingsformen steht auf rund zwei Quadratmetern Laufband zur Verfügung: ob Dauerlauf, Tempoläufe, Intervalle oder Hügelläufe, alles kann auf dem Laufband simuliert werden. Tempo, Steigung und Dauer der einzelnen Abschnitte sind exakt einzustellen. Inzwischen sind die ganz ausgeklügelten Programme auch auf den besseren Heimgeräten installiert. Das Laufen auf den Laufbändern ist komfortabel: Die meisten Laufbänder sind erstaunlich elastisch, die Elastizität bleibt immer gleichmäßig, ganz im Gegensatz zum Lauf auf halbgefrorenen Parkwegen und auf jedem Untergrund in der Natur. So werden die Gelenke geschont. Gerade in der Regeneration nach Verletzungen kann das Laufband der Laufuntergrund der Wahl sein. Einziger wirklicher Unterschied zum Lauf draußen: Der Luftwiderstand bzw. Wind entfällt, da man auf der Stelle läuft. Das Gewöhnen auf das Laufband ist ganz einfach...
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Quelle: Journal LAUFZEIT 1/2008. Text: Hubert Fehr.
Foto: Kettler
Weitere Informationen unter: www.laufzeit.de
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