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Laufzeit - Artikel 05/10

Berufliche Chancen im Sport

Mit dem Rauchen aufhören, ein paar Kilos abspecken, mehr für die körperliche Fitness tun ... Was gut klingt, scheitert oft am inneren Schweinehund. Selbst gestandene Läufersleute müssen sich hin und wieder disziplinieren - oder disziplinieren lassen. Mit Hilfe eines Personal Trainers beispielsweise...



Der Job eines Personal Trainers ist es, seinen Kunden bei der Verwirklichung seiner Ziele zu unterstützen. Vorteile: Einzeltraining, maßgeschneidertes Programm, individuell an persönliche Besonderheiten wie Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen angepasst.Personal Trainer arbeiten meist frei-berufl ich, selbstständig.

Voraussetzungen für diesen Beruf sind neben dem Know-how in allen Bereichen der Sport-wissenschaft ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Servicebereitschaft. Der Arbeitstag beginnt durchaus vor der üblichen Bürozeit und endet nicht selten spät abends.

Basis: mehrjährige Berufserfahrung als Trainer (mit Schein). Aufbauend kann ein spezielles Personal-Trainer-Zertifikat abgelegt werden wie beispielsweise beim IST Studieninstitut (www.ist.de) oder beim Deutschen Fitness- & Aerobic-Verband (www.dfav.de). Die Ausbildung endet mit einer Prüfung in den Fachbereichen Fitness, Ernährungsberatung, Entspannung und Rehabilitationstraining. Das Einkommen schwankt in Abhängigkeit von der Qualifikation und dem Ruf des Trainers sowie des Ortes (Großstadt/ländlicher Raum) - Stundensätze von 50 bis 150 Euro (bei "berühmten" Trainern auch mehr) sind üblich.

Vielseitig und fachlich kompetent ans Ziel

Mit ihrem Ergebnis von 2:09:16 h beim 30. Halbmarathon in Berlin hadert Andrea Göhre ein wenig. Sie kann schneller, und nicht nur das. Als Personal Trainerin betreut sie Menschen in den Bereichen Fitness, Krafttraining oder Stressmanagement und hilft ihnen so beim Verbessern ihrer Lebensqualität. Personenbezogene, individuell abgestimmte Trainingspläne, gemixt aus Motivation, Aktivität, Entspannung sowie optimaler Ernährung bilden die Basis. "Ohne Freude, Leidenschaft und Überzeugung geht es nicht", sagt die toughe Berlinerin. Nachvollziehbar bei einer Kernarbeitszeit von sechs bis 22 Uhr an sechs Tagen der Woche. Sonntag ist frei - meistens. Des Weiteren: "Auf Menschen zugehen können, absolute Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit sowie ein sehr hohes Maß an fachlicher Kompetenz sind für mich unerlässlich." Die gebürtige Rostockerin kommt aus dem Hochleistungssport, wurde schon in der Schule für Handball und Rudern gesichtet, trainierte letzteres vier Jahre am Olympiastützpunkt Ketzin. Da sie sich nicht sicher war, ob ihr Leistungspotential beispielsweise für Olympische Spiele reichen würde, entschied sie sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. "Ein idealer Mix. Der Beruf vereint Aspekte aus dem Sport und der Medizin. Da ich aus einer Arztfamilie komme, war mir ein medizinischer Aspekt wichtig. Ein Praktikum im Vorfeld überzeugte mich von der Richtigkeit meiner Entscheidung", so Andrea Göhre. Gelernt habe sie in Münster und dort anschließend in verschiedenen Praxen gearbeitet. "Nebenbei absolvierte ich zahlreiche Weiterbildungen wie in manueller Therapie oder Lymphdrainage und jobbte in einem Frauen-Fitness-Studio als Trainerin im Kraftbereich, erstellte Trainingspläne und beriet in Sachen Ernährung", so die 31-Jährige ...

Komplett in LAUFZEIT 6/2010

Text: Monika Rassek

Foto: Anne de Wolff