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Lauf-ABC

Koordinationsübungen mit dem bewährten Lauf-ABC

Der Weg zum guten Stil
Koordinationsübungen mit dem bewährten Lauf-ABC


Der Weg zum guten Stil

Koordinationsübungen mit dem bewährten Lauf-ABC

Von Hubert Fehr

Nur wenn die Muskeln gut koordiniert zusammenarbeiten, entsteht eine flüssige,
elegante Laufbewegung. Mit dem Gewinn an Ästhetik gehen weitere Effekte einer guten
Lauftechnik einher: Der gesamte Bewegungsablauf und speziell die Schrittgestaltung
werden deutlich ökonomischer. Durch den Effektivitätsgewinn kommt die Ermüdung
spürbar später und man kann bei gleichem Energie- und Krafteinsatz wesentlich
schneller laufen bzw. ein gewähltes Tempo länger durchhalten.. Ein Nebenaspekt: Die
Verletzungsgefahr sinkt, die meisten Laufkoordinationsübungen sind ein wahres
Krafttraining für Fußgelenke und Waden und sie bereiten gymnastisch höhere
Laufbelastungen vor. Dabei sind es eher Feinheiten, die den Unterschied ausmachen
zwischen einer durchaus akzeptablen, über viele Trainingskilometer eingespielten
Lauftechnik und einer, die wirklich effektiv die eingesetzte Kraft in Vortrieb
umsetzt: Die Hauptmerkmale dieses Unterschieds sind vor allem ein stabiles Aufsetzen
des Fußes, kürzerer Bodenkontakt beim Fußabdruck, eine vollständige Hüftstreckung
und das Ausnutzen der Schwungbewegung von Armen und Schwungbein.
Neue Reize - neues Leistungsniveau
Lauftechnik-Training muss sehr zielgerichtet betrieben werden, um die ordnenden
Effekte für die Koordination zu erreichen. Und man muss es ständig sowohl
wiederholen als auch unterschiedlich variieren, damit die Trainingswirksamkeit
erhalten bleibt. Die stete Wiederholung der Standards bringt (wenn überhaupt) nur
den Erhalt des Trainingszustandes, aber keine Leistungssteigerung mehr. So bedarf
das Trainingsmittel "Laufkoordinationsübungen" ebenfalls einer ständigen Variation
und Intensivierung.
Die Laufkoordinationsaufgaben entfalten eine paradoxe Wirkung, sie wirken erst
einmal störend: Bewegungsfluss und Gleichgewicht werden einigermaßen durcheinander
gebracht, aber diese Störwirkung führt zu einer nachfolgenden qualitativen
Verbesserung der gesamten Körperkoordination. Auch die Sinnesorgane sprechen
prompter an, die Wachheit und die Konzentrationsfähigkeit werden messbar besser, die
Bewegungssteuerung gelingt flotter. Die Muskeln haben schließlich gelernt, auch bei
Störungen korrekt zusammenzuarbeiten.
Erweitertes ABC
Der Kanon des bekannten Lauf-ABCs ist mit seinen Hauptübungen sehr verbreitet,
bewährt und durchaus zielorientiert. Die nachfolgenden Übungen verbreitern das
individuelle Repertoire und setzten auch jeweils veränderte Übungsschwerpunkte...

Foto: Fehr