Wochenendtipp
13. Teutoburger Waldlauf
Auf historischem Boden, wo einst die Schlacht zwischen Römern und Germanen ausgetragen wurde, findet zum dreizehnten Mal Teutoburger Waldlauf statt. Dazu hat sich der Veranstalter dieses Mal einige Überraschungen für die Läufer überlegt.
Zunächst wird bis km 6,3 die ehemalige Schlussstrecke gelaufen. Diesmal allerdings anders herum. Breite Wege laden zum Überholen ein, hier könnt ihr richtig Gas geben und die Körner verschießen, die ihr später noch dringend brauchen werdet! Nach einer schönen, langen Steigung (bis 15%) ist bei km 6,3 der Kammweg erreicht, der Puls bei 110% und der Boiler am Kochen! Die tapferen Teutoläufer halten sich an dieser Streckentrennung Teutolauf / Waldlauf möglichst rechts und folgen der Strecke wie in den Vorjahren Richtung Bad Iburg. Dort im Kurpark und im Urberg gibt es kleine Änderungen; die gefürchteten Iburger Treppen (26%) bei km 14 sind aber geblieben.
Später im Holperdorper Tal bleibt euch die lange Steigung die Straße hinauf erspart. Viel schöner, ihr springt nun durch die Botanik und werdet staunen, wenn es das steinige Bachbett mit 14 % Steigung hinauf geht. (Bei Regen ergibt sich hier ein zusätzlicher Trainingseffekt))
Bei km 23,2 ist die Streckentrennung wieder erreicht, wo die Walker und 13 Km Läufer die Abkürzung nahmen.
Nun auf dem Kammweg weiter geschlichen und sich ins Schollbrucher Tal hinab gestürzt. Bei km 27 warten bereits die „Colani-Treppen" mit 78 Stufen hinauf zum Steinbruch
auf euch. Am Ende dieser Krabbelei mit rund 40 % (wir glauben nicht, dass hier noch einer läuft) steht ein Sauerstoffzelt bereit. Spätestens hier erinnert ihr euch an die verlorenen Körner von km 5,8. Erst bei km 28 seid ihr ganz oben und müsst nun das (geringe) verbliebene Koordinationsvermögen aufbringen, um in der schmiergeseiften Gefällstrecke nicht aus der Kurve getragen zu werden.
Sollte es tatsächlich jemand heil aus diesem Stolperwald schaffen, wird er 600 Meter später mit dem Zieleinlauf belohnt.
Waldlauf / Walking
Bis zur Streckentrennung und auch später (s. o.) dürft ihr euch genauso quälen wie die anderen. Den Walkern / Nordic Walkern bleiben aber die „Colani-Treppen" erspart, dafür müssen sie „Die Wand" hoch krebsen. Steht ihr davor - ihr denkt: „Das kann nicht wahr sein!" Doch, die gut 30 % und ein Oxer warten nur auf euch! Der Rest ist wie ab km 28 s.o.
Jedermannlauf
Später wird der Lauf sicher „Das große Krabbeln" genannt. Denn anders als in den Vorjahren werden die Jedermänner (und -frauen) nicht geschont! Wie sonst bis zur Felsenquelle, dann geht es aber weiter mit bis zu 15%. Ein ebenes Stück folgt, damit die Lunge den panikartigen Rhythmus etwas verlangsamt. Ja und dann kommt „Die Wand", siehe. Walking! . Solltet ihr das Ziel erreichen, so steht eins fest, bei der Diskussion über Pulsschlag und Blutdruck in Abhängigkeit zum prozentualen Steigungswinkel könnt ihr nun bestimmt mitreden!
ernsthaft
Wir hoffen, dass euch die neuen Strecken gefallen. Lange Straßenpassagen sind entfernt worden und neue landschaftliche Höhepunkte (jede Steigung hat einen!) sowie reizvolle Ausblicke wurden integriert. Die Kräfte gut einteilen und den Lauf genießen, ist das Motto.
Quelle: www.teutolauf.de/
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