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Berliner Jugend

Laufend fürs Leben lernen

Einen Halbmarathon sollen Problem-Jugendliche Anfang April in Berlin laufen. Zehn bis fünfzehn Heranwachsende will das Projekt Kick auf den 21,1 Kilometer langen Lauf vorbereiten.

Das Training, das im Januar beginnen soll, übernimmt Lutz Zauber. Der 47-Jährige leitet hauptberuflich als Sportpädagoge eine Sportjugendclub in Berlin-Reinickendorf. Daneben ist er als Disziplintrainer für Nachwuchsläuferinnen im Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zuständig. Das Projekt Kick kümmert sich in acht Berliner Stadtteilen seit 15 Jahren um besonders benachteiligte Jugendliche. Mit Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden will es den Jugendliche helfen, nicht in die Kriminalität abzugleiten. Durch eine Kooperation mit der Berliner Polizei werden straffällige Kinder und Jugendliche auf freiwilliger Basis an Kick vermittelt. Die Angebote von Kick stehen aber allen interessierten Jugendliche offen. Derzeit werden die Teilnehmer für das Lauf-Projekt gesucht, was sich als schwieriger erweist als bei vergleichbaren Angeboten mit basketball, Fußball, Eishockey oser Klettern. "Laufen ist eher ein akademischer Sport und in sozial schwächeren Familien kaum bekannt. Auerdem ist es schwieriger, sich zum Laufen aufzuraffen als zu manch anderer Sportart", erklärt Thomas Martens von Kick. Dennoch glauben die Veranwortlichen an den Erfolg des Laufprojekts. Die Teilnehmer sollen beim Lauftraining Fähigkeiten erlernen, mit denen sie ihr Leben in den Griff bekommen. "Ich kann etwas erreichen, ich fühle mich in der Trainigsgruppe eingebunden - das wollen wir den Jugendliche vermitteln", sagt Martens. So lernen Problem-Jugendliche, Beziehungen aufzubauen, zu planen, zu organiseiern. auch der Umgang mit Stimmungsschwankungen, Ärger und belastenden Situationen wird geschult. Fähigkeiten, die aus der Alltags und Berufswelt nicht wegzudenken sind.
Finanziert wird das Projekt über Spenden, die der Berliner Verein Ehrensache e.V. in Zusammenarbeit mit dem Online-Dienst davengo sammelt. Wenn Sie das Projet untersützen wollen, spenden Sie bitte an Ehrensache e.V., Konto Nr. 7309 346 003, BLZ 100 900 00, Berliner Volksbank, Vewndungszweck "Marathon". Sie können Ihre Spende auch mit einer Anmeldunt verbinden, die sie über den Onlie-Dienst www.davengo.de für eine Laufveranstaltung im Jahr 2006 abgeben.

Quelle: Magazin "aktiv laufen", Januar 2006