Online-Anmeldung
Komfort oder Risiko?
Immer mehr Marathons und andere Laufveranstaltungen haben ihr Anmeldeverfahren vereinfacht. Die Anmeldung im Internet wird zunehmend zum Normalfall.
Bei einer Großveranstaltung wie dem Berlin-Marathon (Ende September, 3700 zugelassene Starter) melden sich schon 70 Prozent der Teilnehmer per Internet, bei den Marathons in Köln und Hamburg sind es 30 Prozent, in Wien gar schon 80 Prozent.Bei allen Vorteilen, die Online-Anmeldungen bieten, sind diese dennoch mit Vorsicht zu genießen. Nicht alle Sportportale werden den Erfordernissen des Datenschutzes gerecht.
Darauf sollten Sie achten, wenn Sie sich online anmelden
Teilnehmer, die sich über das Internet zu einer Sportveranstaltung anmelden, sollten darauf achten, dass ihre persönlichen Daten bei der Übertragung vor dem Zugriff Unbefugter geschützt sind. Um dieses zu gewährleisten, hat sich im Internet der "Security-Socket-Layer" (SSL) als sichere Möglichkeit der Datenübertragung etabliert. Durch SSL werden die Daten für die Übertragung ein für Dritte unlesbares Format verschlüsselt. Von den Sportportalen und - Veranstaltern, die Online-Anmeldungen bieten, nutzen bisher jedoch nur einige wenige, z.B. Sporpayment (www.sport-spayment.com) oder davengo (www.davengo.com), diese Art oder Verschlüsselung.
Ob die Daten über SSL verschlüsselt werden, lässt sich an einem Symbol, einem kleinen Schloss im unteren Teil des Browserfensters, erkennen. Wird dieses angezeigt, ist die Datenübertragung durch SSL geschützt.
Als weiteren Schutz erhalten die Teilnehmer beim Sportportal davengo, ähnlich wie bei einem e-Mail-Account, einen eigenen durch ein Passwort geschützten Bereich auf dem Server. Neben dem Komfort, die persönlichen Angaben jederzeit eigenständig verändern und aktualisieren zu können, sind die Daten dadurch zusätzlich gesichert.
Worauf Laufveranstalter Wert legen sollten
Auch die Veranstalter sollten darauf Wert legen, dass das Portal, über das sie ihre Registrierungen anbieten, einige Grundvoraussetzungen erfüllt. Denn mit dem Vertrauen der Teilnehmer steht und fällt die tatsächliche Nutzung des Internet-Angebots.
Neben einer sicheren, verschlüsselten Datenübertragung sollten auch die gespeicherten Datensätze durch eine "Firewall", einem Schutzwall vor Angriffen aus dem Internet, gesichert sein. Wichtig ist zudem, dass der Server und der Computer, auf dem die Daten abgespeichert werden, sich in einer sicheren Umgebung befindet. Wird dieser geklaut, geraten sensible Daten wie Kreditkartennummern in falsche Hände, die Folgeschäden wären kaum abzuschätzen.
Vorbeugend ist es deswegen ratsam, zu überprüfen, ob die Server der jeweiligen Internetportale in gesicherten Rechenzentren aufgestellt sind. Die verschiedenen Sportportale im Internet unterscheiden sich aber nicht nur in den Aspekten der Sicherheit, auch Service und Komfort variieren zwischen den einzelnen Anbietern. Um z.B. versehentlich falsch gemachte Angaben bei der Anmeldung zu vermeiden, sollten diese von dem jeweiligen Sportportal automatisch auf Plausibilität überprüft werden. Auch auf die Möglichkeiten der Online-Abrechnung der Startgebühren, die das Portal zur Verfügung stellt (Elektronisches Lastschriftverfahren und/oder Kreditkartenabrechnung), sollte als elementarer Service für die Teilnehmer besonderer Wert gelegt werden.
Zusätzlich bieten einige Sportportale wie z.B. Mika-Timing und davengo den Teilnehmern und Veranstaltern noch weitere Serviceleistungen, wie z.B. Hotelbuchungen am Veranstaltungsort, automatische elektronische Zeitmessungen oder Startnummerndruck an.
Werden die elementaren Sicherheitsstandards eingehalten, können Teilnehmer und Veranstalter getrost auf den Komfort einer Online-Anmeldung setzen und langfristige Anmeldungsprozeduren vermeiden.
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