Vorbeugen bleibt wirksamstes Gegenmittel
Kampf der Erkältung
Ob Schnupfen, Husten oder Heiserkeit: Kaum jemand bleibt in der kalten Jahreszeit von Erkältungen verschont. Die einen nehmen sie kaum wahr, die anderen glauben, sie durch starke Medikamente loswerden zu müssen.
Viele Ärzte empfehlen jedoch, zunächst zu versuchen, die Beschwerden durch Hausmittel zu lindern. Im Gegensatz zu den meist harmlosen Erkältungskrankheiten ist jedoch die Grippe (Influenza) eine gefährliche Krankheit, vor der sich besonders gefährdete Personen durch eine Impfung schützen können.Eine starke körpereigene Abwehr hilft, dass man den erkältungsauslösenden Viren gar nicht erst erliegt. Händewaschen hilft. Erkältungsviren überleben außerhalb des menschlichen Körpers bis zu drei Stunden. Genug Zeit, um sich über Türklinken, Händeschütteln oder andere Gegenstände anzustecken. Unbewusst fasst sich der Betroffene an die Nase oder reibt sich die Augen und schon sind die Viren dort, wo sie sich wohl fühlen und beginnen sich zu vermehren. Da ist es besonders wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen.
Ob Kälte, Frieren oder Schwitzen tatsächlich Erkältungskrankheiten fördern, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Doch ist es sicherlich sinnvoll, für eine angenehme Umgebungs- und damit Körpertemperatur zu sorgen. Eingeschlossen ist zweckmäßige Bekleidung beim Lauftraining
Wichtig ist zudem ausreichend Schlaf. Der Körper und besonders das Immunsystem braucht seine Zeit, um sich zu regenerieren. Das Schlafzimmer sollte nicht zu warm (18 Grad Celsius reichen) und gut belüftet sein. Durchgemachte Partynächte und Schichtdienste schwächen das Immunsystem. Daneben können Stress und Allergien die Entstehung von Erkältungen begünstigen.
Küssen ist gesund
Wie bei Fieber braucht der Körper auch bei (drohender) Erkältung viel Flüssigkeit. Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee sollten gemieden werden. Geeignet sind zum Beispiel Kräutertees und Wasser. Eis ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Halsschmerzen.
Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit, damit die Nasenschleimhaut optimal funktionieren kann. Im Winter ist die Luft generell trockener. Heizungsluft verstärkt diesen Effekt noch. Dies kann für Läufer besonders beim Hallentraining zum Problem werden. Abhilfe schaffen feuchte Tücher über den Heizkörpern und regelmäßiges Durchlüften.
Weit weniger gefährlich als bisher angenommen ist Küssen. Elliot Dick, Schnupfenforscher aus den USA, fand heraus, dass sich von 16 Studenten nur einer durch einen Kuss ansteckte. Vermuteter Hintergrund: Die Viren gelangen mit dem Speichel in den Magen. Die dortige Säure überleben sie nicht. Wer dabei noch frisch verliebt ist, stärkt sein Immunsystem, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Influenza.
Durch regelmäßige körperliche Bewegung geht die Zahl der Erkältungen ebenfalls zurück, wie US-amerikanische Wissenschaftler herausfanden. Weiterhin bietet ein Schal oder Tuch vor dem Mund im Winter Schutz. Dabei sollten die Textilien täglich gewechselt werden, da sie sonst einen idealen Nährboden für Erreger darstellen.
Quelle: Pressetext TKK
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