davengo Newsletter
Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit unserem Newsletter.
Newsletter bestellen
davengo empfehlen
Sie sind zufrieden mit davengo und wollen uns weiterempfehlen?
Vielen Dank!
Weiterempfehlen
Magazin
Ergebnisse
Photos
Ergebnisse
Veranstalter
Magazin

Vorbeugen gegen Depressionen

Wetter und Gemüt

Fünf Fragen an den Psychologen Frank Meiners zum Unterschied zwischen Herbst-Blues und Herbst-Winter-Depression

Herr Meiners, wie kann man einen Herbst-Blues von einer Herbst-Winter-Depression unterscheiden?
Der Herbst-Blues ist eine vorübergehende melancholische Stimmung, die zurzeit viele befällt. Meist geht sie nach ein paar Tagen oder einigen sportlichen Aktivitäten wieder vorbei. Die Herbst-Winter-Depression dagegen ist eine saisonal abhängige Depression und hält bis März oder April an. Dann verschwindet sie meist von ganz allein. Ihre Symptome: Antriebslosigkeit, fehlende Energie, Freudlosigkeit und eine gedrückte Stimmung, aber auch Heißhungerattacken auf Süßes. Von einer solchen Depression spricht man, wenn sie mindestens zwei Jahre hintereinander in der entsprechenden Jahreszeit auftritt.

Was sind die Ursachen dafür?
Auslöser für den Trübsinn ist der Lichtmangel. Hormone und Botenstoffe stellen sich um. Der Körper bereitet sich auf den "Winterschlaf" vor, produziert überwiegend das müde machende Melatonin und wenig von dem aktivierenden Serotonin.

Was kann jeder selbst tun, um nicht in das "Herbstloch" zu fallen?
Neben einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist Bewegung an der frischen Luft die beste Medizin. Denn dabei werden Sauerstoff, Licht und Energie getankt. Sport baut Stresshormone ab und der Körper produziert viele stimmungsaufhellende Hormone und Botenstoffe.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
Nicht jeder, der sich in einem Stimmungstief befindet, muss gleich zum Arzt. Wer jedoch länger als zwei Wochen unter Antriebslosigkeit und trüben Gedanken leidet und nicht mehr arbeitsfähig ist, sollte einen Fachmann konsultieren. Er kann bei schweren Fällen Medikamente verordnen.

Gibt es Unterschiede zwischen der Herbst-Winter-Depression und der "echten" Depression?
Die Herbst-Winter-Depression tritt - wie der Name schon sagt - nur zu bestimmten Zeiten auf. Experten schätzen, dass rund zehn Prozent aller diagnostizierten Depressionen zu den saisonal abhängigen gehören. Während Betroffene einer saisonalen Depression unter starker Müdigkeit leiden und ein hohes Schlafbedürfnis haben, klagen Patienten bei der jahreszeitlich unabhängigen Depression über Schlafstörungen. Auch der Appetit ist unterschiedlich: Viele Depressive verspüren keinen Hunger. Menschen, die an der Herbst-Winter-Depression leiden, haben dagegen mehr Appetit, vor allem auf Süßigkeiten.

Diplom-Psychologe Frank Meiners (53) ist stellvertretender Pressesprecher bei der DAK und beschäftigt sich in erster Linie mit gesundheits- und versorgungspolitischen Themen. Er ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um den DAK-Gesundheitsreport der Bundesländer.

Text und Foto: Pressestelle DAK
Veröffentlicht in: LAUFZEIT 12/08

Weitere interessante Artikel in der LAUFZEIT. Am einfachsten im Online-Abo - Zeitung lesen ohne Papier, erhältlich hier bei davengo.