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Neues zum Thema Kohlenhydratezufuhr

Streuselkuchen versus Fruchtschorle

Kohlenhydrate sind sowohl essenziell für die sportliche Leistung, als auch als Dickmacher verschrien. Wie viele Kohlenhydrate benötigt der Läufer? Welche Kohlenhydrate sind "gut", welche "schlecht"? Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine kohlenhydratreiche Mahlzeit?

Streuselkuchen versus Fruchtschorle
Neues zum Thema Kohlenhydratezufuhr
Von Dr. Anja Carlsohn

Die Pasta-Party vor einem Ausdauerwettkampf ist für Spitzensportler und Freizeitathleten gleichermaßen nahezu obligatorisch. Hintergrund des geselligen Spagetthi-Essens ist sicherlich zum einen die Vorfreude auf den anstehenden Wettkampf, der Austausch von Trainingserlebnissen und seinen Zipperlein mit Gleichgesinnten.
Zum anderen trägt der Verzehr von Pasta und anderen Kohlenhydratlieferanten am Vorabend zur optimalen Energiebereitstellung während der Belastung bei. Gleichzeitig finden Diätbücher, die eine rasche Gewichtsreduktion mithilfe von Low-Carb-Diäten versprechen, reißenden Absatz. Kohlenhydrate sind demnach sowohl essenziell für die sportliche Leistung, als auch als Dickmacher verschrien. Wie viele Kohlenhydrate benötigt der Läufer? Welche Kohlenhydrate sind "gut", welche "schlecht"? Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine kohlenhydratreiche Mahlzeit?

Diesen berechtigten, immer wiederkehrenden Fragen widmet sich ein im März 2009 veröffentlichtes Positionspapier von US-amerikanischen und kanadischen Ernährungsgesellschaften (ADA bzw. DC).
Eine der Kernaussagen hierin ist, dass die Bewertung der Ernährung und des Ernährungszustandes (z. B. der Körperfettanteil und der sog. Body-Mass-Index) stets individuell erfolgen sollten. Was für den einen das optimale "Renngewicht" darstellt, kann für den anderen viel zu niedrig oder zu hoch sein. Gleiches gilt auch für die Ernährungsempfehlungen: Die Verzehrmengen und die Zusammensetzung einer Kost mögen für Läufer A zu 100 Prozent passen, für Läufer B wäre die gleiche Ernährungsweise vollkommen inadäquat.
Daher kann es zwar sinnvoll sein, sich von erfolgreichen Athleten oder Bekannten aus der Laufgruppe die eine oder andere Ernährungsgewohnheit abzuschauen. Jede Marotte sollte man jedoch nicht ungeprüft übernehmen! Vergleiche untereinander sind nicht immer sinnvoll - während Läufer A trotz sechs üppiger Mahlzeiten inklusive Nachmittagskuchen eine drahtige Figur abgibt, hat Läufer B trotz seines Verzichts auf Süßwaren, Alkohol und andere "Dickmacher" mit Speckröllchen zu kömpfen.

Lesen Sie mehr dazu (mit Rezepten) in der aktuellen Ausgabe 5/2009 von LAUFZEIT - Ab 2.Mai 2009 im Zeitschriftenhandel oder als Download unter www.laufzeit.de