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Ernährung

Gesunde und sportgerechte Ernährung

"Eier und Butter schaden den Cholesterolwerten, Kaffee entwässert und steigert den Blutdruck, Alkohol ist generell schädlich, Schokolade ungesund. Viel Obst, Milchprodukte und Ballaststoffe aus Müsli hingegen ein Muss für den gesundheitsbewussten Sportler." Mythos oder Wahrheit?


"Schwarze Muntermacher - Kaffee und Koffein"
Dass Kaffee den Körper entwässert, den Magen reizt und den Blutdruck steigert, scheint unbestritten - Grund genug für manchen, das "schwarzes Gift" zu meiden. Für andere ist das aromatische Heißgetränk nicht nur ein Genussmittel, sondern zugleich der Muntermacher am Morgen, ohne den weder der Arbeitsalltag - geschweige denn ein Wettkampf - bestritten werden könnte ... Wie bei vielen "Genussmitteln" kann die Grenze zwischen "Genuss" und "Sucht" unscharf werden. In der Tat gibt es kaum "Gelegenheitstrinker". Kaffee scheint das Volk zu spalten - in jene, die ohne das "braune Gold" nicht auskommen, und solche, die ihn grundsätzlich nicht trinken. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Deutschland bei 4 Tassen pro Tag (160 Liter/Jahr). Berücksichtigt man Kinder und Erwachsene, die keinen Kaffee trinken, kann man sich ausmalen, wieviel ein echter Kaffeeliebhaber konsumiert. Wissenschaftler sind sich noch uneins, ob Kaffee zu den Suchtmitteln zu zählen ist. Fakt ist, dass Koffein, der Hauptwirkstoff, Eigenschaften von Suchtstoffen aufweist: körperliche und psychische Abhängigkeit mit Entzugserscheinungen und Entwicklung von Toleranz. Toleranz meint, dass die anregende Wirkung des Kaffees bei regelmäßigem Konsum nachlässt. Bereits nach 6-15 Tagen starken Koffeinkonsums entwickelt der Körper eine derartige Toleranz. Wird die Koffeindosis dann stark verringert, treten Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit auf. Allerdings sind diese Symptome meist nur von kurzer Dauer, zudem ist das Suchtpotenzial so gering, dass Kaffee kaum als Suchtdroge zu bezeichnen ist. Nach einer 1671 niedergeschriebenen Legende fi el einst Hirten aus Kaffa (Provinz in Ähiopien) auf, dass ein Teil ihrer Ziegen, die tagsüber an einem Strauch mit roten Früchten gefressen hatten, nachts munter umhersprangen, während der andere Teil der Herde müde war. Die Hirten berichteten dies den Mönchen im nahegelegen Kloster, welche an der Grasungsstelle Früchte sammelten und einen Aufguss daraus bereiteten. Fortan konnten sie bis lang in die Nacht studieren und beten - das Getränk Kaffee war geboren.
Auf Anregung Goethes untersuchte der Apotheker F. F. Runge Kaffeebohnen mit dem Ziel, die Wirksubstanz zu finden. 1820 gelang es ihm, reines Koffein aus den Bohnen zu isolieren. 1895 konnte durch Emil Fischer Koffein im Labor hergestellt und die chemische Struktur eindeutig bestimmt werden. Dem willkürlich vergebenen Trivialnamen Koffein wurde nun die chemisch korrekte Bezeichnung 1,3,7-Trimethylxanthin (ein Purin-Abkömmling) zugeordnet. Sein Wirkmechanismus wiederum wurde erst im vergangenen Jahrhundert erfolgreich erforscht.

Hauptwirkungen des Koffeins
Anregung des Zentralnervensystems, Steigerung der Herzfrequenz (Kreislauf anregend), Erweiterung der Bronchiolen in der Lunge, anregend auf die Verdauungsaktivität (regt Darmperistaltik an). Zahlreiche Publikationen weisen eine diuretische (harntreibende) Wirkung nach - allerdings ist diese Wirkung nach neuestem Kenntnisstand vernachlässigbar gering. Viele Ärzte empfehlen ihren Patienten, auf Kaffee zu verzichten oder den Kaffeegenuss einzuschränken, weil Kaffee angeblich die Blutfettwerte verschlechtere, das Risiko für Diabetes erhöhe, den Blutdruck steigere - kurz: ein Risiko für Herzkreislauferkrankungen sei. Zudem führe Kaffee am Abend zu Schlaflosigkeit. Koffein kann in hohen Dosen nervöse Unruhe, Zittern und Angstzustände hervorrufen.