Trainingstipps für heiße Tage
Trinken, trinken, trinken!
Trainingsläufe unter Hitzebedingungen unterscheiden sich von „normalen“ Läufen hauptsächlich durch die höhere Herz-Kreislaufbelastung.
Jeder, der sein Training mit Hilfe eines Pulsmessgerätes kontrolliert, wird dies bestätigen. Hohe Außentemperaturen führen zu hohen Pulsfrequenzen! Und einen hohe Pulsfrequenz ist immer ein untrügliches Indiz für eine hohe Organbelastung. Pulsunterschiede von 10–15 Schlägen pro Minute bei gleicher Laufgeschwindigkeit sind durchaus normal. Diese hohen Pulsfrequenzen entstehen vor allem dadurch, dass unser Organismus einen hohen Aufwand betreiben muss, um sich selbst vor Überhitzung zu schützen. Er tut dies, indem er z. B. die Schweißdrüsen anregt, vermehrt Wasser (Schweiß) auszuscheiden. Durch die Verdunstung auf der Hautoberfläche entsteht die sogenannte Verdunstungskühle, die unsere Körperoberfläche abkühlt. Damit diese kühleren Temperaturen nun aber auch unserer Körperkerntemperatur zugute kommen, wird die „Umlaufgeschwindigkeit“ des Blutes mit Hilfe einer höheren Pumpleistung unseres Herzens (Pulsfrequenz) gesteigert. Auf diese Weise wird das Blut vermehrt an dem „Kühlaggregat Haut“ vorbeigeführt und dort abgekühlt.Die hohen Pulsfrequenzen entstehen also hauptsächlich durch eine höhere Herz-Kreislaufbelastung und weniger durch die muskuläre Belastung. Entsprechend verhält es sich auch mit dem Trainingseffekt. Je höher die Temperaturen, desto mehr verlagert sich der Trainingseffekt auf das Herz-Kreislaufsystem. Doch keine Sorge. Einen Formverlust haben Sie nicht zu befürchten, auch wenn Sie Ihr Hitzetraining pulsgesteuert etwas lockerer angehen. Wenn Sie also darauf achten, dass Ihre Pulsfrequenzen auch bei hohen Außentemperaturen immer in Ihrem „Normbereich“ bleiben, werden Sie auch Hitzeläufe unbeschadet überstehen. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie den entstandenen Flüssigkeits- und Mineralverlust schnell ausgleichen. Hierfür eignen sich am besten Elektrolytgetränke, die neben dem Flüssigkeitsverlust auch den Mineralverlust teilweise ausgleichen. Sehr gut geeignet sind auch Apfelsaftschorlen – und reines Leitungs- oder Mineralwasser ist besser als gar nichts!






