davengo Newsletter
Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit unserem Newsletter.
Newsletter bestellen
davengo empfehlen
Sie sind zufrieden mit davengo und wollen uns weiterempfehlen?
Vielen Dank!
Weiterempfehlen
Magazin
Ergebnisse
Photos
Ergebnisse
Veranstalter
Magazin

Funktionsbekleidung

Drunter und Drüber für heiße Tage

Funktionsbekleidung nur im Herbst und Winter? Weit gefehlt! Zwar ist das 3-Lagen-Bekleidungssystem auf den Schutz vor Kälte und Nässe ausgerichtet, doch Feuchtigkeitstransport ist eine Kernfunktionen, um den Körper leistungsfähig zu halten.

Gut auch, wenn noch dazu die Faktoren Geruchshemmung und Schutz vor ultravioletter Sonnenstrahlung stimmen. Auch im Sommer ist Funktionsunterwäsche sinnvoll, um die Feuchtigkeit von der Haut weg und den Körper trocken zu halten! Shirts sind in aller Regel luftig und leger geschnitten. Schweiß würde also auf der Haut bleiben und dieser durch Verdunstungskälte unkontrolliert Wärme entziehen - mit der Gefahr von Erkältungen. Sommerwäsche liegt am Körper an und hält den Körper trocken und wirkt wie eine Klimaanlage: Der Schweiß wird gepuffert und sorgt für Kühlung, ohne auszukühlen. Sommerwäsche ist natürlich dünner als Standardwäsche.

Auch die 3. Lage spielt im Sommer eine Rolle, wenngleich weniger wegen Nässe, denn als Windschutz. Wind kann dem Körper ganz schön zusetzen, vor allem wenn man schon etwas müder geworden ist. Die leichtesten Jacken sind aus dünnem Polyester oder Polyamid und echte Fliegengewichte. 80 g und so klein, dass die Jacke in die geschlossene Faust passt. Da lohnt es nicht, über Packmaß und Gewicht nachzudenken. Westen bieten frühmorgens oder abends ausreichend Schutz.

So schön die ersten Sonnenstrahlen auch sind, zuviel davon ist schädlich. Der jährliche Sonnenbrand zeugt ebenso davon wie der Sonnenstich. Vor allem Schultern und Kopf bedürfen Schutz. Sommerlaufbekleidung sollte über Sonnenschutz (Ultraviolett Protection Factor: UPF) verfügen. Nackte Hautpartien schützen wir durch Sonnencremes mit 30er Lichtschutzfaktoren. Ein T-Shirt hat dagegen einen UPF von 8. Wird das T-Shirt durch Schweiß nass, reduziert sich der Wert weiter. Einlagerungen von Keramikpartikeln oder Fasermanipulationen, die die Transmission des Stoffes reduzieren, erzielen Lichtschutzfaktoren von 40 bis 50. Übrigens: Wer anfällig ist gegen Sonne, sollte überlegen, Bekleidung mit langen Ärmeln zu wählen.

   |--Funktionsbekleidung im Sommer1.jpg                          |--Funktionsbekleidung im Sommer2.jpg

Hitze und Dehydration können schnell zu einem Sonnenstich führen. Eine Laufmütze ist deshalb Pflicht! Angefeuchtet (manch einer taucht sie gar ganz in ein Wasserbad) kühlt sie bei starker Hitze zusätzlich.

Schweiß hinterlässt ein Problem: Schweißgeruch. Besonders das meistverwendete Polyester erzeugt diesbezüglich zuweilen unerträgliche Nasenreize. Jahrelang ging man mit der chemischen Keule gegen den Geruch vor. Das war nicht gesundheitsförderlich. Zwei unbedenkliche Alternativen sind Merino-Wolle und Silber.

Die Schuppenstruktur der Merino-Wolle gibt diesem Wolltyp eine "selbstreinigende Wirkung". Die Schweißbakterien finden keine "Andockpunkte" an der Faser. Folge: der Geruch bleibt aus. Silberfasern bzw. Silberionen hindern Bakterien dauerhaft an der Entstehung und Ausbreitung und sind zudem hautverträglich.

Ralf Stefan Beppler, Produkt-Zusammenstellung LAUFZEIT
Nutzen Sie unsere neue Möglichkeit eines Online-Abos - Zeitung lesen ohne Papier, erhältlich hier bei davengo.

Quelle: Journal LAUFZEIT 06/2005
Text: M. Thiel